Praktikumsamt des MZL für die Lehrämter an Grund-, Mittel- und Förderschulen
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Schule für Alle

Förder- und Beratungsprogramm „Schule für Alle“

Das Förder-und Beratungsprogramm Schule für Alle sucht Lehramtsstudierende aller Fächerkombinationen für das Schuljahr 2021/22!

Stand: Mai 2021

Leitung des Förder-und Beratungsprogramms

Reyhan Kulac-Brechfeld  (Landeshauptstadt München, Stelle für interkulturelle Arbeit)

Teilprojektleitung: Dr. Angela Guadatiello (Landeshauptstadt München, Stelle für interkulturelle Arbeit) & Rebecca Schuler, M.A. (LMU, Lehrstuhl für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur sowie des Deutschen als Zweitsprache)

Kooperationspartner

LMU München: Department Pädagogik und Rehabilitation / Institut für Schul- und Unterrichtsforschung und Institut für Präventions-, Integrations- und Rehabilitationsforschung; Department I Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache / Didaktik der deutschen Sprache und Literatur sowie des Deutschen als Zweitsprache; Praktikumsamt der LMU; Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport

Beschreibung des Förder-und Beratungsprogramms

‚Schule für Alle‘ steht für eine Vision von Schule, die positiv mit Vielfalt und Diversität umgeht und sich stetig weiterentwickelt. Es handelt sich um ein Förderprogramm für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Erstsprache an Münchner Schulen. Übergeordnete Zielsetzung ist die Schaffung nachhaltiger Strukturveränderungen und Weiterentwicklungen hinsichtlich des Umgangs mit Diversität an Schulen. ‚Schule für Alle‘ wird in einem Projektverbund von mehreren Kooperationspartnerinnen und -partnern in gemeinsamer Verantwortung umgesetzt. Die Projektleitung liegt bei der Landeshauptstadt München, Stelle für interkulturelle Arbeit, Sozialreferat. Aufgrund des großen Erfolgs seit 2009 wurde ‚Schule für Alle‘ von der Landeshauptstadt München verstetigt.

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf an Münchner Schulen (Jgst. 1-13 an folgenden Schularten: SFZ, GS, MS, RS, GYM, berufliche Schulen, FOS/BOS).

Zielsetzung: (fach-)sprachliche Förderung bei den Schülerinnen und Schülern und Aufbau von Handlungskompetenzen zur (fach-)sprachlichen Förderung in heterogenen Gruppen bei den Lehramtsstudierenden

Vergütung: 12,- € pro gehaltener Förderstunde (45 Minuten)

Umsetzung: (fach-)sprachliche Förderung im Tandem mit Kleingruppen von 3 - 7 Schülerinnen und Schülern über ein Schuljahr hinweg durch Lehramtsstudierende aller Fächerkombinationen.

Schwerpunkte und Umsetzung an der LMU

Projektschwerpunkt an der LMU ist die (fach-)sprachliche Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Sprachförderbedarf. Zu diesem Zweck führen Lehramtsstudierende über ein Schuljahr hinweg Sprachfördermaßnahmen an den teilnehmenden 27 Partnerschulen durch. Dies erfolgt entweder in Form eines additiven Sprachbegleitkurses, in dem eine Kleingruppe von 3-7 Schülerinnen und Schülern von zwei Studierenden im Tandem (fach-)sprachlich gefördert werden, oder im Teamteaching, in dem die Studierenden im Sinne einer durchgängigen Sprachbildung zur Unterstützung im Regelunterricht eingesetzt werden und zur Differenzierung beitragen.

Das Projekt eröffnet nicht nur einen hochindividualisierten Lernraum für die durchgängige Sprachbildung von Schülerinnen und Schüler über alle Jahrgangsstufen hinweg, sondern bietet durch den engen Theorie-Praxis-Konnex zugleich auch den Studierenden die Chance, praktische Handlungskompetenzen zu erwerben, diese theoriebezogen zu reflektieren und sich so weiterzuentwickeln. Der Einsatz bei ‚Schule für Alle‘ kann den Lehramtsstudierenden als Praktikum (nähere Informationen s. Regelungen zur Anerkennung als Praktikum) anerkannt werden.

Universitäre Ausbildung und Begleitung der Studierenden

  • Begleitend zum Einsatz an der Schule findet über das Schuljahr hinweg eine individualisierte professionelle Begleitung statt. Das Seminar ist verpflichtend.
  • Zur Praktikumsanerkennung zählen folgende Leistungen, die während des gesamten Schuljahres erbracht werden:
  1. die notwendige Anzahl an vergüteten Förderstunden – 12,- € pro gehaltener Förderstunde (45 Minuten), inkl. der jeweiligen Vor- und Nachbereitung – je nach Praktikumsart (s.u.)
  2. die Anwesenheit in der vorgeschriebenen Anzahl an Präsenzsitzungen
    (wird jeweils im September für das Schuljahr bekannt gegeben)
  3. die Abgabe eines Portfolios (Aufgaben und Abgabetermin werden im September bekannt gegeben)
  • Für DDaZ-Studierende, die an ‚Schule für Alle‘ teilnehmen, entfällt mit der Belegung des oben genannten Begleitseminars das Praktikumsseminar.
  • Die Präsenzsitzungen sind auch für diejenigen Studierenden unabdingbar, die keine Praktikumsanerkennung benötigen. Damit wird sichergestellt, dass alle an ‚Schule für Alle‘  teilnehmenden Studierenden begleitet werden, sich Tipps holen können und Möglichkeiten zum Austausch haben.
  • Die Anwesenheit in den Präsenzsitzungen wird dokumentiert; am Ende wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt. Das Dokument dient als Nachweis und kann Bewerbungen beigelegt werden. Die Anwesenheit in den Präsenzsitzungen wird in der Teilnahmebestätigung vermerkt.
  • Die Präsenzsitzungen zählen nicht als gehaltene Förderstunden.
  • Zu den Förderstunden, die auf das Praktikum angerechnet werden, gehören auch die verpflichtenden Hospitationen (2 Vormittage bzw. 10 Stunden).

Regelungen zur Anerkennung als Praktikum

1. Anerkennung auf das Betriebspraktikum: Lehrämter GS, MS, FÖ, RS, GY

Die Sprachfördermaßnahme im Rahmen von „Schule für Alle“ kann für die Lehrämter Grundschule, Förderschule, Mittelschule, Realschule und Gymnasium als Betriebspraktikum anerkannt werden. Dies gilt auch bei einem Einsatz an einer beruflichen Schule.

Regelung: Maximal 4 Wochen (bzw. 80 Stunden), je nach geleisteter Beteiligung an „Schule für Alle“ (abhängig vom Umfang des Sprachbegleitkurses, z.B. bei 59 gehaltenen Förderstunden 40 Stunden Anerkennung)

Der Anerkennungsantrag wird für alle Lehrämter beim Praktikumsamt des MZL gestellt.

2. Anerkennung als DaZ-Praktikum (studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum oder fachdiaktisches Blockpraktikum): Lehrämter GS, HS, FÖ, RS, GY

An der LMU gibt es das Erweiterungsfach, das Unterrichtsfach und das Didaktikfach „Didaktik des Deutschen als Zweitsprache“. Im Rahmen dessen ist ein 80 Stunden umfassendes DaZ-Praktikum abzuleisten. Der Sprachbegleitkurs kann bei Studierenden des Erweiterungsfaches und des Unterrichtsfaches bzw. Didaktikfaches voll angerechnet werden, sofern das Stundenausmaß dies zulässt. Der Sprachbegleitkurs muss – sofern Sie DaZ als Unterrichtsfach oder Didaktikfach studieren – an dem Schultyp absolviert werden, den Sie für Ihr Studium gewählt haben (z. B. Lehramt Grundschule an einer Grundschule).

Die Sprachfördermaßnahme im Rahmen von „Schule für Alle“ kann für die Lehrämter  Grundschule, Förderschule, Mittelschule, Realschule, Gymnasium und berufliche Schulen anerkannt werden.

Sofern Sie Deutsch als Zweitsprache als Erweiterungsfach studieren, kann für das Lehramt Mittelschule, Realschule und Gymnasium der Einsatz an einer beruflichen Schule sinnvoll sein. In diesem Fall kann für das Lehramt Mittelschule, Realschule und Gymnasium Ihr Einsatz als Praktikum anerkannt werden.

Studierende des Lehramts Mittelschule, die DaZ als Drittelfach (Didaktikfach) belegt haben, können den Einsatz an einer beruflichen Schule als zusätzliches studienbegleitendes Praktikum anerkannt bekommen.

Regelung: Es müssen 80 Förderstunden (LPO I § 112, Absatz 1, 1) abgeleistet werden.

Der Anerkennungsantrag wird für alle Lehrämter beim Praktikumsamt des MZL gestellt.

3. Anerkennung im Rahmen des pädagogisch-didaktischen Praktikums: Lehramt FÖ

Im Lehramt Förderschule können im Rahmen des 2. Teiles des pädagogisch-didaktischen Praktikums bis zu max. 80 Stunden anerkannt werden (abhängig vom Umfang des Sprachbegleitkurses, z.B. bei 59 gehaltenen Förderstunden 40 Stunden Anerkennung).

Der gehaltene Sprachbegleitkurs wird für das Lehramt Förderschule anerkannt – auch bei einem Einsatz an einer beruflichen Schule.

Regelung: Maximal 80 Stunden, Höhe der Anerkennung abhängig vom Umfang des gehaltenen Förderunterrichts (siehe oben).

4. Anerkennung im Rahmen des Intensivpraktikums :

Im Lehramt Grundschule und Mittelschule können bis zu max. 25 Stunden auf ein Intensivpraktikum anerkannt werden, sofern der Sprachbegleitkurs an der Praktikumsschule stattfindet, an der das Intensivpraktikum abgeleistet wird. Idealerweise sind die FörderschülerInnen SchülerInnen aus der betreuten Klasse. Hier ist die persönliche Rücksprache mit Dr. Schlegel nötig.

Regelung: Höhe der Anerkennung: max. 25 Stunden.

5. Anerkennung als Orientierungspraktikum (LA Gymnasium / Realschule) 

Bei den Lehrämtern Gymnasium und Realschule kann die Teilnahme am Projekt bis zu einer Woche (25 Std.) auf das Orientierungspraktikum anerkannt werden. Dazu ist der entsprechende Abschnitt auf der Teilnahmebestägigung auszufüllen und dem Prüfungsamt vorzulegen. 

Regelung: Höhe der Anerkennung: max. 25 Stunden.

 

Anerkennung und Auskünfte zur Anerkennung auf Praktika

Auskünfte zur Anerkennung von Praktika erhalten die Studierenden bei Herrn Dr. Schlegel, Leiter des Praktikumsamtes im Praktikumsamt, Ludwigstr. 27, 2. Stock, Raum G207 (Tel.: +49/89/2180-5287 oder +49/89/2180-6845).

Der Antrag auf Anerkennung von Praktika nach LPO I kann hier heruntergeladen werden: http://www.praktikumsamt.mzl.uni-muenchen.de/materialien/materialien_neu/index.html

Mit dem Antrag muss eine Teilnahmebestätigung (pdf, 27 kb) eingereicht werden.

Lehramt Förderschule: Für die Anerkennung als pädagogisch-didaktisches Praktikum muss außerdem die Praktikumskarte mit eingereicht werden.

DaZ-Studierende bekommen nach diesem Antrag ihre Praktikumskarte.

Das Anerkennungsdekret muss bei der Anmeldung zum Staatsexamen beim Prüfungsamt als Ersatz für das anerkannte Praktikum eingereicht werden.

Anmeldung

bei Frau Dr. Angela Guadatiello, Landeshauptstadt München, Stelle für interkulturelle Arbeit, Schule für Alle
Tel.: 089 – 233 405 62 oder per E-Mail: schulefueralle.soz@muenchen.de und auf der Homepage: www.muenchen.de/schulefueralle

Oder:
bei Rebecca Schuler, M.A., Lehrstuhl für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur sowie des Deutschen als Zweitsprache
Tel.: 089 – 2180 2068 oder per E-Mail: r.schuler@lmu.de