Praktikumsamt des MZL für die Lehrämter an Grund-, Mittel- und Förderschulen
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Intensivpraktikum an Förderschulen

Das Intensivpraktikum ist eine ausschließlich an der LMU angebotene Wahlalternative zu den herkömmlichen Praktika. Es fasst das sonderpädagogische Blockpraktikum und die beiden Teile des studienbegleitenden sonderpädagogischen  Praktikums zusammen.

Ziel des Praktikums ist es, Studierenden früher als bisher einen umfassenderen und realistischeren Einblick in die Schule als Institution, Organisation und Arbeitsplatz zu gewährleisten sowie sie auf die Anforderungen des Referendariats vorzubereiten. 

Es stehen zwei unterschiedliche Intensivpraktika zur Wahl:

  1. Das InKip (inklusives Intensivpraktikum) als Ersatz für die beiden Teile des pädagogisch-didaktischen Praktikums sowie das zusätzliche studienbegleitende Praktikum. Es wird im zweiten Studienjahr abgeleistet und muss jeweils im Februar / März online angemeldet werden. Es bezieht sich nicht auf eine bestimmte sonderpädagogische Fachrichtung.

  2. Das klassische sonderpädagogische Intensivpraktikum (als Ersatz für drei sonderpädagogische Praktika). Es wird im dritten Studienjahr abgeleistet und bezieht sich auf die studierte sonderpädagogische Fachrichtung. Es kann auch zusätzlich - im vierten oder fünften Studienjahr - im Erweiterungsfach abgelegt werden.

Aufgaben: Die Bewerberin / der Bewerber wird für ein ganzes Schuljahr - gemeinsam mit ein bis zwei anderen PraktikantInnen - einem Praktikumslehrer der Universität zugewiesen. Im InKip kooperieren Studierende der Sonderpädagogik und der Lehrämter Grund- / bzw. Mittelschule.

  • Sie / er leistet dort insgesamt 220 Praktikumsstunden ab und nimmt zusätzlich
  • intensiv am Schulleben teil. Dazu muss die aktive Beteiligung an vier unterschiedlichen außerunterrichtlichen Schulveranstaltungen  (z.B. Schulfest, Lesenacht, Wandertag, Elternabend, Teamsitzungen, Lernberatungsgesprächen o.ä.) nachgewiesen werden.
  • Der Praktikant / die Praktikantin unterstützt die Praktikumslehrkraft an jedem Praktikumstag aktiv bei der Unterrichtsgestaltung und -organisation. 
  • Nach Möglichkeit kennen lernen von MSD / MSH oder SVE oder Kooperationsklassen (Standard im InKip). Dabei gilt folgender Verteilungsschlüssel: Mindestens 180 Stunden müssen in der Einsatzklasse abgeleistet werden, 40 Stunden können in den genannten Einrichtungen oder in anderen Klassen / Jahrgangsstufen der gleichen Schule abgeleistet werden.
  • Es sollen Unterrichtserfahrungen in möglichst allen Schulfächern gesammelt werden!
  • Bearbeitung von ungefähr 30 Analysebögen aus den Handreichungen "Schulpraktika begleiten" (liegt in den Praktikumsschulen sowie in der Lehrbuchsammlung auf). Dabei können Selbst- und Fremdeinschätzungen eingereicht werde, also z. B. 15 Selbsteinschätzungen zu eigenen Unterrichtsversuchen, dazu jeweils die Fremdeinschätzung der Lehrkraft. Wesentlich ist, dass auch die Kopfzeile sowie die Spalten "Kommentare" und "Mein persönliches Entwicklungsziel" bearbeitet wurden. Ein Deckbaltt für die Bogensammlung steht unter Materialien bereit.
  • Alle weiteren Praktikumsinhalte (z. B. Förderung eines Schülers, Begleitseminare, ....) richten sich nach den Vorgaben der sonderpädagogischen Lehrstühle (außer InKip).

Informationen zum Intensivpraktikum an Förderschulen für Lehrkräfte und Studierende (Einführungsveranstaltung vom 08.10.2019, 11.168 KB)

Ablauf: Die Praktikantin / der Praktikant meldet sich im Anmeldezeitraum zum Intensivpraktikum oder zum InKip an und werden vom Praktikumsamt einer Praktikumsschule zugewiesen. Die Praktikumszeiten entnehmen Sie bitte der Terminliste.

Voraussetzungen:

  • Für das InKip: Das Orientierungspraktikum muss vor Antritt (jedoch noch nicht unbedingt zum Zeitpunkt der Anmeldung) im Praktikumsamt nachgewiesen worden sein.
  • Für das klassische sonderpädagogische Intensivpraktikum: Die Ableistung des pädagogisch-didaktischen Schulpraktikums oder des InKip muss vor Praktikumsantritt (jedoch noch nicht unbedingt zum Zeitpunkt der Anmeldung)  im Praktikumsamt nachgewiesen worden sein. 

Weitere Regelungen:

Achtung: Unabhängig von der Frage, ob ein Zertifikat ausgestellt werden soll oder nicht, ist die Teilnahme an allen Elementen des Intensivpraktikums verpflichtend (Schullebensveranstaltungen, Analysebögen, ....)

  • Das InKip muss sich auf ein Drittelfach oder auf Didaktik der Grundschule beziehen. Es muss ein Begleitkurs im gewählten Fach belegt werden (über LSF - Auskünfte dazu erteilen die Fachstudienberatungen). Das InKip wird i.d.R. im zweiten Studienjahr abgeleistet. Es bezieht sich nicht speziell auf die studierte sonderpädagogische Fachrichtung.
  • Im InKip muss der Leitfaden "Schule anders sehen" bearbeitet werden.
  • Das klassische sonderpädagogische Intensivpraktikum kann sowohl in der studierten Fachrichtung als auch im Erweiterungsfach abgelegt werden. Es wird - sofern die fachlichen Voraussetzungen gegeben sind - im 5. / 6. Semester abgeleistet, im Erweiterungsfach im 7. / 8. Semester oder später.
  • Für den Förderschwerpunt Geistigbehindertenpädagogik gilt als weitere Voraussetzung, dass der erste Teil des pädagogisch-didaktischen Praktikums oder ein Teil des Orientierungspraktikums in einer G-Schule abgeleistet wurde.
  • Im PIR-Studiengang kann derzeit kein klassisches sonderpädagogisches Intensivpraktikum abgeleistet werden, sondern nur das InKip.
  • Das Intensivpraktikum kann nur an Praktikumsschulen der LMU (im Münchner Einzugsbereich; auf Wunsch  eventuell auch außerhalb) und auf Zuweisung des Praktikumsamtes abgeleistet werden.
  • An der Carl-August-Heckscher-Schule kann kein Intensivpraktikum abgeleistet werden.
  • Das Intensivpraktikum vermittelt einen realistischeren Einblick in den Schulalltag und stellt somit eine Verbesserung der Praktikumssituation dar. Es ist aber auch mit einem Mehraufwand (zusätzliche Stunden und Veranstaltungen) gegenüber den herkömmlichen Praktika verbunden. Es sollte wirklich nur dann gewählt werden, wenn der Wunsch besteht, den Lehrerberuf besser und intensiver kennen lernen zu können.
  • Die Teilnehmer erhalten nach der erfolgreichen Ableistung des Intensivpraktikums und der Vorlage des Leistungsnachweises (Formular: "Rückmeldung zum Intensivpraktikum") sowie der ca. 30 bearbeiteten Reflexionsbögen ein Zertifikat. Zur Ausstellung des Zertifikates benötigen sie darüber hinaus die Praktikumskarte. Bitte sprechen Sie dazu im Folgesemester im Praktikumsamt vor.

Projektinitiative und -leitung: Dr. Clemens M. Schlegel, Praktikumsamt des MZL